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Warum kostet der Projektstand in Excel, OneNote und E-Mails so viel Zeit?

Offene-Punkte-Liste in Excel, Besprechungsnotizen in OneNote, Entscheidungen im Mailverlauf. Warum der Projektstand im Anlagenbau jedes Mal neu gebaut werden muss und wie er sich aus den Quellen selbst ergibt.

Yanik YeganehfarCo-Founder & COO6 Min. Lesezeit
Warum kostet der Projektstand in Excel, OneNote und E-Mails so viel Zeit?
Kurzantwort

Der Projektstand kostet so viel Zeit, weil er an drei Orten entsteht und an keinem vollständig ist. Die Excel-Liste ist so aktuell wie ihre letzte Pflege, Besprechungsnotizen liegen verteilt in OneNote, Entscheidungen stecken in Mailverläufen einzelner Personen. Jemand muss alles lesen, abgleichen und übertragen. Abhilfe schafft kein weiteres Werkzeug, sondern ein Stand, der direkt aus diesen Quellen gelesen wird.

Inhalt
  1. Wie wird ein Projektstand im Anlagenbau heute zusammengetragen?
  2. Was kostet das verstreute Zusammentragen wirklich?
  3. Warum löst eine weitere Liste das Problem nicht?
  4. Was können Sie ohne neues Werkzeug sofort verbessern?
  5. Wie sieht ein Projektstand aus, der sich aus den Quellen zusammensetzt?
  6. Wie hilft das Projektgedächtnis von KoAssist dabei?
  7. Wie viel Zeit steckt in Ihrem nächsten Projektstand?

Montag, kurz vor acht. Um neun ist die Projektbesprechung mit dem Kunden, und die Projektleiterin will wissen, wo das Projekt wirklich steht. Sie öffnet die Offene-Punkte-Liste in Excel. Sie öffnet OneNote mit den Notizen aus der letzten Baubesprechung. Und sie durchsucht ihr Postfach nach der Mail, in der der Kunde die Änderung an der Schutzumhausung bestätigt hat.

Eine Stunde später hat sie einen Stand. Bis Mittwoch ist er wieder veraltet.

Dieses Muster kennt fast jeder, der im Maschinen- und Anlagenbau Projekte leitet. Der Stand existiert, aber nirgends vollständig. Er muss jedes Mal neu zusammengebaut werden.

Wie wird ein Projektstand im Anlagenbau heute zusammengetragen?

Ein typischer Fall in der Einzel- und Sonderfertigung sieht so aus. Drei Quellen tragen den Stand, und jede hat ihre eigene Logik.

Die Excel-Liste mit den offenen Punkten. Nummer, Thema, verantwortlich, Termin, Status. Sie ist das, was in der Besprechung an die Wand geworfen wird. Sie ist aber nur so aktuell wie der letzte, der sie gepflegt hat, und oft gibt es zwei Versionen, weil jemand eine Kopie lokal gespeichert hat.

Die OneNote-Notizen aus Besprechungen und Telefonaten. Hier steht, was in der FAT-Vorbesprechung vereinbart wurde, welche Frage zur Stückliste offen ist und wer bis wann zurückruft. Jeder schreibt etwas anders mit, manche im Team-Notizbuch, manche im eigenen. Wie sich das ordnen lässt, beschreibt der Beitrag zu OneNote im Projekt.

Die E-Mails. Hier fallen die eigentlichen Entscheidungen. Der Kunde schickt eine Änderung am Lastenheft, der Lieferant verschiebt einen Liefertermin, der Vertrieb sagt dem Kunden etwas zu. Diese Mails liegen in den Postfächern einzelner Personen, oft tief in einem Verlauf mit dem Betreff einer ganz anderen Frage.

Den Stand zu bilden heißt also lesen, abgleichen, nachfragen und übertragen. Und zwar jedes Mal, wenn jemand ihn braucht.

Was kostet das verstreute Zusammentragen wirklich?

Die offensichtlichen Kosten sind die Stunden, die in das Zusammentragen gehen. Die teureren Kosten sieht man erst auf den zweiten Blick.

Doppelarbeit. Dieselbe Information wird zwei- oder dreimal erfasst. Einmal in der Mail, einmal im Protokoll, einmal in der Liste. Jede Übertragung ist eine Gelegenheit für einen Fehler, etwa ein falsch übernommenes Datum.

Veraltete Listen. Wenn die Liste nicht stimmt, hört das Team auf, ihr zu vertrauen. Dann fragt jeder lieber direkt nach, und die Liste wird noch seltener gepflegt. Das verstärkt sich selbst.

Die Projektleitung als menschlicher Router. Weil nur sie den Überblick über alle drei Quellen hat, laufen alle Fragen über sie. Konstruktion, Einkauf, Montage und Inbetriebnahme fragen nach dem aktuellen Änderungsstand oder dem bestätigten Termin. Fällt die Projektleitung eine Woche aus, steht die Information still.

Verlorene Absprachen. Am gefährlichsten sind Entscheidungen, die nur in einer Mail stehen. Wenn der Kunde bei der Abnahme fragt, wer die geänderte Ausführung freigegeben hat, sucht das Team im Postfach von jemandem, der vielleicht gar nicht mehr im Projekt ist. Wie man solche Absprachen sichert, steht im Beitrag zu Entscheidungen aus E-Mails.

Warum löst eine weitere Liste das Problem nicht?

Der naheliegende Reflex ist ein neues Werkzeug. Eine bessere Vorlage, ein Aufgabenboard, ein Projektmodul im ERP. Das ist nicht falsch, verschiebt das Problem aber nur.

Jede neue Liste braucht jemanden, der sie füllt. Die Entscheidungen fallen weiterhin in Mails und Besprechungen, nicht im Werkzeug. Also muss weiterhin jemand übertragen, nur jetzt in ein System mehr. Nach einigen Wochen gibt es dann die alte Excel-Liste, das neue Board und die Mails, und keines davon ist vollständig.

Projektmanagement-Software ist stark bei Terminplänen, Ressourcen und Kosten. Sie verwaltet aber, was jemand eingibt. Wo genau sie hilft und wo der Stand trotzdem fehlt, zeigt der Beitrag zu Projektmanagement-Software im Anlagenbau.

Der Kern ist einfach. Solange der Stand von Hand aus den Quellen in eine Liste übertragen werden muss, hängt seine Aktualität an der Disziplin einzelner Menschen. Und die haben im Projektgeschäft Wichtigeres zu tun.

Was können Sie ohne neues Werkzeug sofort verbessern?

Einiges lässt sich schon mit den vorhandenen Mitteln besser machen.

  • Ein Ort für Entscheidungen. Vereinbaren Sie, dass jede Entscheidung mit Datum und Quelle in einer Spalte oder auf einer Seite landet, auch wenn sie in einer Mail fiel. Ein Satz plus Verweis reicht.
  • Protokolle mit fester Gliederung. Jedes Besprechungsprotokoll endet mit drei Blöcken, entschieden, offen, Termine. Dann muss niemand den Fließtext nach Ergebnissen durchsuchen.
  • Projektmails in den Projektordner. Wichtige Mails gehören als Datei in die Projektablage, nicht nur ins persönliche Postfach.
  • Eine Liste, keine Kopien. Die Offene-Punkte-Liste liegt an genau einem Ort im SharePoint oder auf dem Netzlaufwerk, und niemand speichert sie lokal.

Das senkt die Reibung. Es ändert aber nichts daran, dass am Ende jemand liest und überträgt. Genau dafür lohnt es sich, über den nächsten Schritt nachzudenken. Viele Teams merken an dieser Stelle auch, dass das wöchentliche Statusmeeting vor allem dem Zusammentragen dient, ein Thema für sich, das der Beitrag Projektstatus ohne Statusmeeting aufgreift.

Wie sieht ein Projektstand aus, der sich aus den Quellen zusammensetzt?

Statt den Stand aus den Quellen in eine Liste zu tragen, kann man ihn direkt aus den Quellen lesen. Dafür braucht es vier Eigenschaften.

Die Quellen bleiben, wo sie sind. Projektordner, OneNote und Postfach werden angebunden, nicht ersetzt. Niemand muss seine Arbeitsweise umstellen.

Jede Angabe hat einen Beleg. Ein Liefertermin im Überblick verweist auf die Mail oder das Protokoll, aus dem er stammt. Wer zweifelt, öffnet die Quelle.

Änderungen werden vorgeschlagen, nicht still übernommen. Kommt eine Mail mit einer Kundenänderung, entsteht ein Vorschlag. Ein Mensch aus dem Team entscheidet, ob er gilt.

Der Stand ist abrufbar, nicht gebaut. Wer ihn braucht, schaut nach, statt die Projektleitung zu fragen.

Wie hilft das Projektgedächtnis von KoAssist dabei?

Das Projektgedächtnis ist die Projektfunktion von KoAssist, dem KI-Projektassistenten für den Maschinen- und Anlagenbau. Es ist derzeit im Pilotbetrieb und setzt genau diese vier Eigenschaften um.

Sie legen ein Projekt an und verbinden den Projektordner oder laden das Lastenheft hoch. OneNote, auch Team-Notizbücher, lässt sich anbinden, ebenso SharePoint, OneDrive oder das Netzlaufwerk. Mails aus Ihrem eigenen Postfach legen Sie im Projekt ab, mit Anhängen und erst nach Ihrer Freigabe.

Aus Mails und Protokollen schlägt KoAssist Änderungen vor, also einen Punkt ändern, einen neuen anlegen oder einen als erledigt markieren. Gültig wird nur, was jemand aus dem Team übernimmt.

Der Überblick zeigt Status, nächsten Schritt, offene Punkte, Entscheidungen und Risiken, dazu, was seit Ihrem letzten Besuch neu ist. Werktags um 6:30 Uhr kommt ein Briefing per Mail, das nur einen Link enthält und keine Projektinhalte. Für die Besprechung erzeugen Sie einen Statusbericht als Word-Datei, in einer internen Fassung mit offenen Punkten, Risiken und Kostenstatus und in einer Fassung für den Kunden ohne diese Angaben. KoAssist versendet nichts, das bleibt bei Ihnen.

MS Project, das ERP und Ihre Ablage bleiben führend. Wer einen Ordner im Quellsystem nicht öffnen darf, sieht ihn auch in KoAssist nicht.

Wie viel Zeit steckt in Ihrem nächsten Projektstand?

Rechnen Sie es für Ihr nächstes Kundengespräch selbst nach. Wie lange dauert es, bis der Stand aus Excel, OneNote und Postfach beisammen ist, und wie oft im Monat passiert das? Wenn die Antwort unangenehm ist, zeigt die Seite zum Projektgedächtnis, wie der Stand aus Ihren eigenen Unterlagen entsteht.

Geschrieben von

Yanik Yeganehfar

Co-Founder & COO

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Häufige Fragen zum Artikel

Yanik Yeganehfar, Co-Founder von KoAssist

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